Die Caracalla-Thermen
Im Süden Roms, am Fuße des Aventin-Hügels, befinden sich die Caracalla-Thermen, eines der beeindruckendsten und am besten erhaltenen öffentlichen Bäder der Antike. Die Caracalla-Thermen dienten nicht nur der Körperpflege: Sie waren das Gemeinschaftszentrum, Fitnessstudio, die Bibliothek und der Erholungspark der alten Römer. Für die Leser von I-DEST.com ist dieser Ort ein Paradebeispiel für "langsamen Tourismus", wo man zwischen monumentalen Mauern das Alltagsleben der Antike nachempfinden kann.
- Kasse
- Hat einen Parkplatz
- Akzeptanz von Bankkarten
Der Höhepunkt imperialen Luxus und Technologie
Der Bau wurde von Kaiser Septimius Severus begonnen, aber von seinem Sohn Caracalla im Jahr 216 n. Chr. vollendet. Das Bauwerk wurde in fünf Jahren intensiver Arbeit von 5000 Arbeitern errichtet und konnte gleichzeitig bis zu 1600 Besucher aufnehmen. Die architektonische Leistung war beeindruckend: Die Wasserversorgung erfolgte über ein speziell dafür gebautes Aquädukt, und die Heizung wurde durch ein komplexes Rohrsystem unter dem Boden, das Hypokaustum, gewährleistet, das Tag und Nacht von Sklaven in unterirdischen Gängen beheizt wurde.
Die Wände der Thermen waren einst mit teurem Marmor, riesigen Mosaiken und berühmten Statuen wie dem heute in Neapel zu sehenden Farnesischen Herkules geschmückt. Der Komplex war bis ins 6. Jahrhundert n. Chr. in Betrieb, als die gotischen Eroberer die Wasserleitungen kappten und damit das goldene Zeitalter der römischen Badekultur beendeten.
Was können wir heute sehen?
Obwohl das Dach und ein Großteil der Dekoration im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen sind, ist die Höhe der erhaltenen Mauern (stellenweise 35 Meter) immer noch beeindruckend.
-
Frigidarium, Tepidarium und Caldarium: Die großen Hallen der kalten, lauwarmen und heißen Wasserbecken sind noch heute erkennbar und vermitteln die monumentale Dimension der Räume.
-
Mosaikböden: An vielen Stellen sind geometrische und figürliche Mosaike erhalten geblieben, die die Unterwasserwelt oder Athleten darstellen.
-
Die Unterwelt: Zeitweise können die Servicegänge unter den Bädern und das Mithras-Heiligtum besichtigt werden, die Einblicke in die Mysterienkulte der Epoche geben.
-
Sommerliche Opernaufführungen: Zwischen den gewaltigen Mauern finden heute weltberühmte Opernaufführungen statt – ein hervorragendes Beispiel für die moderne und nachhaltige Wiederverwendung eines antiken Raumes.
Nachhaltigkeit und bewusster Tourismus
Die Caracalla-Thermen sind die perfekte Wahl für diejenigen, die die Menschenmassen rund um das Kolosseum meiden und ein grüneres, ruhigeres Erlebnis suchen.
-
Grüne Umgebung: Die Ruinen sind von einem großen Park umgeben, der im Sommer ein kühleres Mikroklima bietet. Dieses Gebiet ist eine der wichtigsten grünen Oasen der Stadt, in der Biodiversität und Geschichte Hand in Hand gehen.
-
Verkehrsanbindung: Vom B-Metrostation Circo Massimo sind es nur 10 Minuten zu Fuß. Die Gegend eignet sich auch hervorragend zum Radfahren, wodurch der Innenstadtverkehr vermieden werden kann. Das Gebiet ist auch mit dem Bus 714 erreichbar.
-
Erhaltung: Ein erheblicher Teil der Eintrittsgelder wird für die kontinuierliche Instandhaltung und präzise Restaurierungsarbeiten verwendet, um sicherzustellen, dass die Mauern noch Jahrhunderte überdauern.
Zielgruppe
-
Klassenfahrt
-
Familien mit kleinen Kindern
-
Familien mit älteren Kindern
-
Mehrgenerationenprogramme
-
Freundeskreise
-
Ältere
-
Paare
Weitere Dienstleistungen
Attraktionen, Programme
AlleParkinformationen
- Kostenpflichtige Parkplätze vorhanden