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Aussichtspunkt - Die Statue von Prinz Buda und Prinzessin Pest

An den südlichen Hängen des Burgviertels von Buda, in der Nähe des Gartens der Philosophen, steht ein Kunstwerk, das eines der schönsten und zugleich zurückhaltendsten Symbole Budapests ist. Márta Lesenyeis Bronzstatue aus dem Jahr 1982 ist nicht nur ein Denkmal: Sie ist ein intimes Bekenntnis zur Vereinigung zweier Stadtteile, das Besucher zum Verweilen und Berühren einlädt.

Die Stadtvereinigung als ein Handschlag

Das wichtigste Symbol der Statue ist die tiefe Kluft, die die beiden Figuren voneinander trennt. Diese Kluft stellt die Donau dar, die über Jahrhunderte hinweg das Schicksal der beiden Stadtteile getrennt hielt. Doch Prinz Buda und Prinzessin Pest reichen sich über den Abgrund hinweg die Hände: Diese Geste symbolisiert das Jahr 1873, den Moment der Stadtvereinigung. Die Genialität der Statue liegt darin, dass man, wenn man genau durch die Lücke zwischen den beiden Figuren schaut, in der Ferne die ikonischen Gebäude der Pest-Seite, darunter die Kuppel des Parlaments, eingerahmt sieht – eine visuelle Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem heutigen Budapest.

Greifbare Geschichte und Inklusivität

Der Aussichtspunkt ist eines der besten Beispiele für Barrierefreiheit und Inklusivität in Budapest.

  • Sinnliche Entdeckung: Aufgrund der niedrigen Platzierung der Statue und ihrer menschlichen Dimensionen ist sie besonders ertastbar. Für Sehbehinderte und Blinde machen die Formen der Bronzefiguren, die Falten der Kleidung und die Distanz zwischen ihnen die Struktur Budapests und die Symbolik der Vereinigung greifbar.

  • Direkter Kontakt: Hier gibt es keine Absperrungen oder Sockel. Besucher können sich an die Figuren lehnen, die Hände des „königlichen Paares“ berühren, wodurch die Kunst nicht nur aus der Ferne bewundert, sondern zu einem persönlichen Erlebnis wird.

Nachhaltigkeit über der Stadt

Der Besuch des Aussichtspunkts ist ein Paradebeispiel für Slow Tourism (langsamer Tourismus) und Nachhaltigkeit:

  • Grüne Mobilität: Der Ort ist ausschließlich zu Fuß über die angelegten Spazierwege des Gellértbergs erreichbar. Ein Besuch hier ist nicht nur CO₂-neutral, sondern hilft auch, die „Lunge“ der Hauptstadt zu entdecken.

  • Bewusste Raumnutzung: Die Statue befindet sich neben dem Garten der Philosophen, fernab von überfüllten touristischen Hotspots. Dieser Ort bietet die Möglichkeit zu ruhiger Reflexion und unterstützt mentale Erholung sowie eine harmonische Verbindung mit der Umgebung.

  • Kulturerbe-Schutz: Das Kunstwerk hilft, die Identität der Stadt zu verstehen, ohne invasive oder umweltbelastende Attraktionen zu nutzen.

TIPP

Nimm dein Lieblingsbuch oder ein Tagebuch mit! Die Umgebung des Aussichtspunkts ist einer der ruhigsten Orte der Stadt. Hier, zu Füßen der Statue sitzend und das Panorama genießend, kannst du wirklich verstehen, was es bedeutet, aus zwei getrennten Teilen ein einheitliches, pulsierendes Ganzes zu schaffen.

- Redaktioneller Inhalt - 


Zielgruppe

  • Klassenfahrt
  • Familien mit kleinen Kindern
  • Familien mit älteren Kindern
  • Mehrgenerationenprogramme
  • Freundeskreise
  • Ältere
  • Paare

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