Miskolci Galerie - Petró-Haus
Im Ausstellungsort, bekannt als Petró-Haus, ist seit 1998 die Szalay-Sammlung zu sehen!
Weitere Informationen
Neben der Ausstellung wird seit September 2008 im Obergeschoss das NAGY KUNSZT Studienmuseum für zeitgenössische bildende Kunst betrieben, das thematische museumspädagogische Programme mit Ausstellungen für Schüler anbietet. Das Erdgeschoss beherbergt seit September 2010 die neu eingerichtete Kunstbibliothek und die Szalay Lajos Forschungsstelle, die durch die Zusammenlegung der Kunstbuchbestände der József Attila Bibliothek und der Miskolci Galerie entstanden ist.
Ein bisschen Geschichte:
Am Ende des 19. Jahrhunderts stand gegenüber einer Mühle am Szinva-Bach in Miskolc ein eingeschossiges Gebäude, das heute als Petró-Haus bekannt ist. Seine frühere Geschichte ist aufgrund der damaligen Randlage der Stadt ungewiss. Die ersten Archivdaten beziehen sich nur auf die Geschichte des Grundstücks, und das erste Haus auf dem Grundstück wird in Verbindung mit dem pensionierten Offizier Béla Kádár erwähnt.
Das heute sichtbare Gebäude wurde 1927 errichtet und gelangte später in den Besitz des berühmten Arztes Sándor Petró (1907–1976). Ein Telefonbuch aus dem Jahr 1943 nennt ihn bereits als Eigentümer des Gebäudes, in dem er eine landesweit bekannte, modern ausgestattete Privatpraxis betrieb. Diese Praxis bildete die finanzielle Grundlage für seine Tätigkeit als Kunstsammler.
Sándor Petrós Vater war Buchdrucker, und er war auch mit László Petró, dem Besitzer der „Buchbinderei und Lineaturwerkstatt“ am Rathausplatz 7, verwandt. Von seinem Vater lernte er die Liebe zur Grafik, und unter dem Einfluss von Andor Leszih, dem Direktor des heutigen Herman-Ottó-Museums, wandte sich sein Interesse der Malerei zu. Er sammelte Werke der Lokalgeschichte, später des 19. Jahrhunderts und der modernen ungarischen Kunst, aber auch eine reiche Sammlung von Miniaturen, Silbergegenständen und Teppichen gehörte zu dem Nachlass, der 1976 nach seinem Tod in die Obhut der Stadt und des Herman-Ottó-Museums überging.
Das Wohnhaus, das in den Besitz der Stadt überging, fand erst mehr als ein Jahrzehnt später eine neue Bestimmung. 1988 entstand die Idee, das Gebäude für museale Zwecke zu nutzen. Zu diesem Zweck wurde das Gebäude nach den Plänen des Architekten Pál Krisztik von einem eingeschossigen zu einem zweigeschossigen Gebäude mit Dachgeschoss umgebaut, und anstelle des eisernen Straßentors wurde ein verglastes Eingangstor mit Windfang und Empfangshalle geschaffen. Die Innenarchitektur wurde von József Viszlay gestaltet. Die erste Ausstellung wurde 1992 im nun renovierten Gebäude eröffnet.