Szeleta-Höhle
Entdecke den Ort der ersten Höhlenausgrabungen Ungarns, die Szeleta-Höhle!
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Die Szeleta-Höhle öffnet sich fast 100 Meter über dem Szinva-Tal, direkt gegenüber dem Friedhof von Hámor, wo sich auch das Grabdenkmal von Ottó Herman befindet! An der Seitenwand der Höhle ist in mehreren Metern Höhe eine schwarze Linie zu sehen, die anzeigt, wo das ursprüngliche Niveau der Füllung vor Beginn der Ausgrabungen lag. Vom Eingangsbereich aus gelangt man nach links in den kürzeren und geradeaus in den längeren Höhlengang.
Und ein bisschen Geschichte:
Ottokár Kadić begann im Herbst 1906 mit seiner Höhlenforschung im Bükk-Gebirge. Seine erste Aufgabe war es, die damals bekannten Höhlen des Szinva-Tals zu erkunden. Unter fast 20 Höhlen schienen die Kecske-lyuk, die Büdös-pest und die Szeleta-Höhle vielversprechend. Vom 14. bis 20. November führte er Probebohrungen in den drei Höhlen durch, aber nur in der Szeleta-Höhle stieß man auf Spuren des prähistorischen Menschen aus dem Pleistozän. Neben zahlreichen Knochen von Höhlenbären entdeckte man auch Spuren von Feuerstellen. Die Bruch- und Abnutzungsspuren an den Knochen schrieb Kadić menschlicher Hand zu, und die vorgefundenen Holzkohlereste bestätigten eindeutig die Anwesenheit des prähistorischen Menschen in der Szeleta. Fein gearbeitete Werkzeuge und Geräte wurden gefunden, die von unseren Vorfahren aus der Eiszeit genutzt wurden. Am bekanntesten sind die fein gearbeiteten grauen Speerspitzen aus "Chalcedon". Neben den zahlreichen Steinwerkzeugen war das wichtigste Ergebnis die pleistozäne Kulturschicht, die im hinteren Teil des Hauptganges entdeckt wurde. Aus den pleistozänen Schichten wurden schließlich die gesuchten paläolithischen Steinwerkzeuge geborgen, insgesamt 40 Stück!
Bis 1947 durchquerten die 10 großangelegten Ausgrabungen eine 12 Meter dicke Füllung. Aufgrund der hier gefundenen blattförmigen Steinwerkzeuge wird das Werkzeugherstellungshandwerk, das auch für andere Höhlen des Gebirges charakteristisch ist, seit 1953 in der internationalen Fachliteratur als Szeleta-Kultur bezeichnet.