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Fischerbastei

Wenn es einen Ort in Budapest gibt, den man einfach nie überdrüssig wird, dann ist es die Fischerbastei. Egal, ob du zum hundertsten Mal daran vorbeigehst oder sie zum ersten Mal siehst – die filigranen Steintürme und das Panorama auf die Donau rauben einem immer wieder den Atem. Aber wie wurde diese mittelalterliche Stadtmauer zu einem der meistfotografierten Orte der Hauptstadt, und was können wir tun, damit auch unsere Enkelkinder sie noch genauso bewundern können?

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Von Rittern zu Selfie-Sticks: Die Geschichte der Fischerbastei

Obwohl das neoromanische Bauwerk leicht den Eindruck erwecken könnte, als stamme es aus dem Mittelalter, erhielt es seine heutige Form während der Millenniumsfeierlichkeiten. Im 15. Jahrhundert stand hier tatsächlich eine Verteidigungsmauer, die der Überlieferung nach von der Zunft der Fischer aus der Wasserstadt verteidigt wurde – daher auch der Name.

Dann kam der Architekt Frigyes Schulek, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine kühne Idee hatte und im Zuge der Restaurierung der benachbarten Matthiaskirche diese märchenhafte Terrasse am Donauufer entwarf. Statt militärischer Funktion lag der Fokus nun auf reiner Ästhetik und Genuss: Die sieben spitzen Türme erinnern beispielsweise an die sieben Anführer der ungarischen Stämme bei der Landnahme. Leider verschonte der Zweite Weltkrieg auch dieses Bauwerk nicht, doch unter der Leitung von Schuleks Sohn János wurde es bis Ende der 1940er Jahre wunderschön restauriert.

Leben auf den Terrassen

Die Fischerbastei ist heute das Herz und die Seele des Burgviertels. Ein Freiluft-Treffpunkt, an dem Reisende aus aller Welt und Einheimische aufeinandertreffen. Die unteren Terrassen sind frei zugänglich, während die oberen Ebenen mit Eintrittskarten besucht werden können, um von dort aus noch bessere Fotos vom Parlament zu machen. Entlang der Treppen wechseln sich die Terrassencafés ab, und in den frühen Morgenstunden erobern Fotografen und junge Leute, die den Sonnenaufgang einfangen möchten, die Arkaden.

Halászbástya
Fischerbastei

Herausforderungen und nachhaltiger Tourismus

Dank ihrer günstigen Lage fügt sich die Fischerbastei gut in das Modell des nachhaltigen Städtetourismus ein, da das Burgviertel größtenteils eine Fußgängerzone ist. Besucher können den Ort leicht zu Fuß, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit der Standseilbahn Budavári Sikló erreichen.

Das Denkmal ist jedoch ernsthaft durch Übertourismus gefährdet. Der kontinuierliche Andrang während der Stoßzeiten beschleunigt den physischen Verschleiß der aus weichem Kalkstein gefertigten Elemente. Müll und unachtsamer Umgang mit den Oberflächen des Denkmals stellen ebenfalls große Herausforderungen für die Erhaltung dar.

Was kannst du tun, damit auch zukünftige Generationen die Fischerbastei genießen können?

Besucher können durch Achtsamkeit viel zum Erhalt der Fischerbastei beitragen:

  • Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel oder gehe zu Fuß: Für den Zugang zum Burgviertel empfiehlt es sich, die Verkehrsmittel der BKK oder die Fußwege anstelle des Autos zu nutzen.

  • Plane deinen Besuch bewusst: Ein Spaziergang in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden hilft, den Trubel des Tages zu vermeiden, und bietet ein entspannteres Erlebnis.

  • Schütze das kulturelle Erbe: Das Klettern auf die Steinmauern und das Sitzen auf den Simsen beschädigen die jahrhundertealten Oberflächen und sind zudem gefährlich.

  • Umweltbewusste Lösungen: Mit einer eigenen Trinkflasche lässt sich die Menge an Einwegplastikmüll reduzieren.

- Redaktioneller Inhalt - 


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