Synagoge
Entdecke ein herausragendes Werk der ungarischen romantischen Architektur am Heldenplatz in Miskolc!
Die Synagoge wurde von Ludwig Förster entworfen. Zu seinen Werken zählt unter anderem auch die Synagoge in der Dohány-Straße in Pest. Die im Torbogen der Déryné-Straße angebrachten Marmortafeln erinnern an die 1944 aus Miskolc und Umgebung deportierten Juden.
Ein bisschen Kunst:
Die Synagoge ist dreischiffig, wirkt jedoch von außen wie eine Basilika. Am Giebel des Hauptschiffs – das leicht über die Seitenschiffe hinausragt – sind die Gesetzestafeln Moses’ zu sehen. In der Achse des Hauptschiffs, auf Höhe der Seitenschiffe, befindet sich ein Radfenster, das aus acht Bögen und sie umschließenden Stäben besteht, die achtzackige Sterne formen. Direkt darunter und über dem Haupteingang durchbrechen vier große, halbkreisförmige Fenster die Fassade. Der Haupteingang wird von je einer neoromanischen Säule und einem darauf sitzenden Halbkreis eingerahmt. Die Türflügel sind mit kunstvoll gestalteten schmiedeeisernen Bändern verziert, die neoromanische Motive aufgreifen.
Die ursprüngliche Einrichtung der Synagoge wurde 1864 (aufgrund des Protests konservativer Gläubiger) umgestaltet und neu arrangiert. Der Reichtum des Innenraums wird nicht nur durch das Raumgefühl, sondern auch durch die aufwendige Tischlerarbeit verstärkt, die teils das Talent von Meistern aus Miskolc, teils aus Pest widerspiegelt. Die Wandmalereien bestehen aus durchgehenden Band- und Sternmotiven sowie deren Kombinationen. Mit den Wandmalereien harmonierten einst die warm olivgrüne Farbe der Eisenkonstruktionen und die vergoldeten plastischen Gliederungen.